Die Kirche von Süden aus betrachtet

Unsere Ditzumer Kirche

wurde ca. 1180-1220 n. Chr. in der ersten Zeit des Backsteinbaus errichtet.

Mit einer Länge von 26,5 m und einer Breite von 10,5 m haben wir im Inneren Platz für 200 Gottesdienstbesucher.

Kommt und seht:

Wir laden Sie ein zu einem kleinen Rundgang durch unsere Kirche:
Die geöffnete Eingangstür der Kirche

Kommen Sie mit uns durch die offene Kirchentür und treten Sie ein:

Direkt links hinter dem Eingang führt die Treppe hoch zur Empore "Klunnerbontje" genannt.

Durch die Zwischentür öffnet sich der Blick in das Kirchenschiff.

 

Vom Eingang öffnet sich der Blick durch das Kirchenschiff bis zur Orgel

Die Tür scheppert ein wenig beim Schließen

- das hölzerne Tonnengewölbe sorgt für diese hervorragende Akustik -

und ein schlichter lichtdurchfluteter Raum empfängt uns.

Am gegenüberliegenden Ostgiebel fällt ein ins Mauerwerk eingelassener Rundbogen auf. Er erinnert an eine frühere Apsis, die in der Reformationszeit entfernt wurde. Hier hat unsere Orgel ihren Platz gefunden.

Sie wurde von Prof. Karl Schuke (Berlin) erbaut und am 2. 0ktober 1965 in Gebrauch genommen. Das Instrument verfügt über 13 Register mit insgesamt 875 Pfeifen.

Eine Vorgängerin befand sich auf einer Orgelempore "dem Orgelbontje" an gleicher Stelle, die 1945 durch Kriegseinwirkung zerstört wurde.

Die Kronleuchter von 1803 und 1810 wurden von Ditzumer Familien gestiftet; ihre brennenden Kerzen erfreuen uns in den Abendgottesdiensten zu Heiligabend, Silvester und Neujahr mit ihrem warmen Schein.

Auf dem Weg durch die Bankreihen nach vorne fällt uns auf,
in Kanzelhöhe stehen die Bänke plötzlich quer!

Seltsam!

Die Kanzel mit Schalldeckel - eingemauerter Sarkophagdeckel - Taufstein

Lassen Sie uns in der vorderen Querbank platznehmen - unser Blick fällt direkt auf die Kanzel!

Die Kanzel - der Preekstoel wurde 1684 durch Frederich Albertz (Kistemaker) erbaut. Sie besteht aus Eichenholz mit Intarsien aus Ebenholz und Esche.

Ihr Schalldeckel ist so gefertigt, dass er in der Regel eine Lautsprecheranlage überflüssig macht.

Als Kanzeldetail ein Löwenkopfmotiv

Bei genauerem Hinsehen entdecken wir reiche Verzierungen mit Motiven biblischen Ursprungs: Weinstock und Rebe, Oliven, Feige, Apfel, zwölfstrahlige Sterne, Säulen, Löwenkopf, Gesichter, Herz, Feuer und Flamme...

Rechts unterhalb der Kanzel ist ein Sarkophagdeckel in das Mauerwerk eingelassen. Wohl noch aus der Zeit vor 1200 n. Chr. stammt die Sandsteinplatte mit dem Relief einer Frau in Gebetshaltung, umrahmt von einem Rankenfries - leider ist das Gesicht nicht mehr erhalten.

Die Sandsteinsäule mit der schwarzen Decke, unser Taufstein ist solide Grundlage für unsere silberne Taufschale.

Der Abendmahltisch mit geöffneter Bibel

Wir bleiben noch ein wenig sitzen und schauen nach links:

vor der Orgel steht

- anstelle eines Altars -

der Abendmahltisch

- ohne Kerzen, ohne Kreuz -

aus Eichenholz mit Intarsien aus Ebenholz und Palisander.

Er wurde bei Hinderk Fooken, "Kistemaker" in Jemgum, gefertigt und am 9. April 1660 in der Kirche aufgestellt.

Grabplatte mit abgebildeter Mühle

Lassen Sie uns aufstehen und den Blick auf die Nordwand richten.

Hier und an der Westseite erinnern Grabplatten an Ditzumer Prediger - im Bild die schwarze Grabplatte von Nicolas Stuivinga , gest. 1. Januar 1790.

Die Inschriften zu entziffern fällt schwer, sie sind in niederländischer Sprache geschrieben, der Herkunft vieler Prediger.

Die Grabplatte von Pastor Gerlich Wirtken, dem ersten evangelische Prediger in Ditzum vom 20. April 1554 entdecken wir an der Westseite neben der Glastür.

Nun haben wir einen guten Blick auf die mit einer geschwungenen Holzbrüstung versehene Empore, das "Klunnerbontje".

Empore mit Bibelspruch

Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.

Auf dem Weg zurück nach draußen lassen wir es uns nicht nehmen aus der Prospektablage linker Hand Infomationsmaterial und eine Postkarte als Erinnerung mitzunehmen.

Offene Kirche

Wir bieten für Gäste und Einheimische eine verlässliche Kirchenöffnung.

Von Beginn der Osterferien bis zum Ende der Herbstferien ist unsere Kirche täglich bis 18.00 Uhr geöffnet, hinzu kommen Feiertage im Winterhalbjahr.

Für Kirchenführungen dürfen Sie uns gerne ansprechen.